Aktuelles

Tom Hick, ehemaliger wissenschaftlicher Referent am Institut, ist von der IE Law School zum Assistant Professor ernannt worden. Dort wird er sowohl vergleichendes Sachenrecht als auch eine Einführung ins Privatrecht unterrichten. Die IE Law School in Madrid gehört zur IE University, die 2006 als Privatuniversität gegründet wurde. Sie zählt zu den weltweit führenden Law Schools.
Ivan Sukhorukov forscht rechtsvergleichend im europäischen sowie im globalen Kontext. Derzeit ist er Dokotorand an der litauischen Mykolas Romeris University und der französischen Université Savoie Mont Blanc. Er hat an beiden Universitäten bereits den Doppelabschluss Master of Laws erworben. Seinen Bachelor of Law erlangte er an der Yaroslav Mudryi National Law University im ukrainischen Charkiw. Vom 1. Juli bis zum 30. September 2026 forscht er als Konrad-Zweigert-Stipendiat am Institut.
Am 18. Mai 2026 feierte das Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht den Auftakt zum 100. Institutsjubiläum.

Neuerscheinungen

Beitrag in Sammelwerk
Holger Fleischer, Christian Hallensleben, Der Konzern im Corporate Governance Kodex, in: Martin Auer, Friedrich Harrer, Manuel Steiner (Hrsg.), Gedenkschrift Hans-Georg Koppensteiner, LexisNexis, Wien 2026, 69–84.
Zeitschriftenartikel
Holger Fleischer, Karl Döding, Die Affäre Bolloré/Vivendi und der Kontrollbegriff im Aktien- und Übernahmerecht: Regards croisés zwischen französischem und deutschem Recht, Zeitschrift für Wirtschaftsrecht 2026, 2065–2075.
Beitrag in Handbuch
Holger Fleischer, § 6 Haftung für fehlerhafte Kapitalmarktkommunikation, in: Heinz-Dieter Assmann, Rolf A. Schütze, Petra Buck-Heeb (Hrsg.), Handbuch des Kapitalanlagerechts, 7. Aufl., C.H. Beck, München 2026, 444–473.
Entscheidungsanmerkung
Felix Aiwanger, Tiere als Reisegepäck – Haftung zweiter Klasse?, Anmerkung zu EuGH, 16. Oktober 2025 – C-218/24 (Felicísima/Iberia Líneas Aéreas de España SA Operadora Unipersonal, IATA España SLU), Zeitschrift für Europäisches Privatrecht 2026, 707–728.
Konferenzband
Christian Bochmann, Christoph Kumpan, Anne Röthel, Karsten Schmidt (Hrsg.), Einwirkung Dritter in Familienunternehmen (Schriften zum Notarrecht, 70), Nomos, Baden-Baden 2026, 115 S.
Beitrag in Sammelwerk
Iryna Dikovska, Dealing with war-induced migration: Family law aspects, in: Agnieszka Frąckowiak-Adamska, Giesela Rühl (Hrsg.), Private International Law and Global Crises, Edward Elgar, Cheltenham 2026, 79–110.

Veranstaltungen

6. jurOA-Tagung: "Weiter auf dem Weg zu Open Science: Wie und was kann Rechtswissenschaft beitragen?"

27.08.2026 - 28.08.2026
Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht

Central Bank Digital Currencies in Legal Perspective

Workshop
28.08.2026
Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht

Hannes Westermann (Maastricht University): Augmented Large Language Models for Access to Justice

Artificial Justice Vortragsreihe
02.09.2026 14:00
Online-Veranstaltung

Jan Peter Schmidt: Eheschließungstourismus – Ursachen, Möglichkeiten, Grenzen

Konzil
07.09.2026 15:00
Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht

Das Institut

Die Welt wächst immer weiter zusammen: ob europäischer Binnenmarkt, die weltweite Verflechtung multinationaler Wirtschafts- und Finanzunternehmen oder die zunehmende Internationalisierung unseres Alltags. Gleichzeitig stößt unser Recht an Grenzen. Das Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht hat es sich daher zur Aufgabe gemacht, die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und rechtlichen Herausforderungen der Globalisierung wissenschaftlich zu untersuchen und kritisch zu begleiten.
Die Institutsbibliothek ist mit einem Bestand von 550.000 Medieneinheiten die größte Spezialbibliothek Europas zum ausländischen und internationalen Privatrecht und hinsichtlich ihrer Größe und ihres Serviceangebotes weltweit bekannt und gefragt. Ihr Bestand enthält Fachliteratur aus mehr als 200 Ländern. Ein besonderes Augenmerk wird auf die Beschaffung von Literatur aus schwer zugänglichen Ländern gerichtet, um diese wenigstens an einem Ort der Welt gebündelt zugänglich zu machen.

TopThemen

Die Debatte um die Leihmutterschaft reißt nicht ab und erfasst auch in der Wissenschaft immer weitere Kreise. Institutsdirektorin Anne Röthel ordnet ein, welche Fragen sich daraus für die Entwicklung des deutschen Familienrechts im internationalen Kontext stellen. Im Interview erläutert sie die Herausforderungen für den Gesetzgeber und inwiefern die Rechtswissenschaft hier gefordert ist.
 

Rabels großer Wurf

7. Januar 2026
Mehrmals täglich fällt im Institut sein Name. Die von ihm ins Leben gerufene Zeitschrift für ausländisches und internationales Privatrecht ist ebenso nach ihm benannt wie unser großer Vortragssaal. Außerdem ist die alle zwei Jahre feierlich abgehaltene Ernst-Rabel-Vorlesung seinem Andenken gewidmet. 1926 wurde Ernst Rabel Gründungsdirektor des Kaiser-Wilhelm-Instituts für ausländisches und internationales Privatrecht, das in diesem Jahr als Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht sein 100-jähriges Bestehen feiert. 1937 aus dem Amt gedrängt, emigrierte er in die USA und kehrte nach dem Krieg für wenige Jahre zurück. Auskunft über sein Leben gibt in erster Linie sein wissenschaftliches Wirken.
 
Die Beziehungen der Türkei und ihrem Vorgängerstaat, dem Osmanischen Reich, mit Europa reichen weit in die Geschichte zurück. Inzwischen ist das Land einer der größten Handelspartner und gleichzeitig Beitrittskandidat der Europäischen Union. Das türkische Recht zählt zu den wichtigsten ausländischen Rechtsordnungen, mit denen sich die juristische Praxis in Deutschland und der EU auseinandersetzt. „Ebenso groß ist die Relevanz des deutschen und europäischen Rechts für die Türkei“, sagt Biset Sena Güneş, Leiterin des Kompetenzzentrums Türkei am Institut. Sie forscht zum internationalen Privat- und Verfahrensrecht, zum Familien- und Erbrecht sowie zum Wirtschaftsrecht der Türkei, Deutschlands und der EU in vergleichender Perspektive.
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